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Mai 2019 – Gesunder Mund trotz Rauchen?

Dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, ist hinlänglich bekannt. Die konkreten Auswirkungen für Zähne, Zahnfleisch und Mundschleimhaut kennen jedoch nur wenige Menschen – auch, wenn auf Zigarettenschachteln schon seit Jahren ein Warnhinweis vorhanden ist.

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Zu diesem Anlass geben wir einen Überblick über die möglichen Folgen des Rauchens für die Mundgesundheit. Außerdem erhalten Raucher Tipps für ihre Mundhygiene.

Zahnfleischentzündungen und Parodontitis

Bei Rauchern entstehen Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) wesentlich leichter. Weiterhin ist der Verlauf der chronischen Parodontitis bei Rauchern meist schwerer und die Behandlung problematischer. Die Folgen einer fortgeschrittenen Parodontitis: Die Erkrankung schädigt den Kieferknochen und führt unbehandelt zu Zahnverlust. Nicht zu vergessen sind außerdem die Zusammenhänge zwischen der Parodontitis und Herz-/Kreislauferkrankungen, Diabetes und Rheumatoider Arthritis. Einige wissenschaftliche Studien geben zudem Anlass zu der Annahme, dass die Parodontitis das Risiko einer Frühgeburt oder eines zu geringen Geburtsgewichtes erhöht.

Symptome von Rauchern oft nicht selbst bemerkt

Wichtig zu wissen: Parodontitissymptome sind bei Rauchern in frühen Erkrankungsstadien oft weniger auffällig als bei Nichtrauchern: Zahnfleischbluten tritt seltener auf – dennoch sind oft bereits schleichende Entzündungs- und Schädigungsprozesse vorhanden!

Erhöhtes Risiko für Mundhöhlen- und Rachenkrebs

Auch das Risiko, an Mundhöhlen- und Rachenkrebs zu erkranken, ist bei Rauchern deutlich erhöht. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10.000, in Österreich ca. 700 und in der Schweiz ca. 1000 Menschen an Tumoren in der Mundhöhle oder im Rachen. Etwa 95 Prozent davon sind Raucher. Tabakrauch enthält zahlreiche Substanzen, die krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Ein Rauchstopp könnte viele Fälle von Mundhöhlen-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs verhindern.

Weitere mögliche Folgen des Rauchens

  • Verminderter Geruchs- und Geschmackssinn
  • Vermehrte Zahnsteinbildung und damit ein erhöhtes Entzündungsrisiko des Zahnfleisches
  • Dunkle Verfärbungen der Zähne
  • Zahnfleischrückgang, dadurch sehr lang wirkende Zähne und freiliegende, empfindliche Zahnhälse mit erhöhtem Kariesrisiko
  • Langsamere Wundheilung im Mund, weil die Tabakinhaltstoffe die körpereigene Immunabwehr schwächen
  • Die langsamere Wundheilung kann weiterhin zu einer verzögerten Einheilung von Zahnimplantaten führen.
  • Rauchen begünstigt außerdem das Entstehen von Entzündungen im Bereich von Implantaten („Periimplantitis“). Diese können zu einer geringeren Lebensdauer der Implantate führen.

Tipps für Raucher

  • Achten Sie auf eine besonders sorgfältige Mundhygiene (Zähneputzen nach jeder Mahlzeit, tägliche Verwendung von Zahnseide/Interdentalbürstchen für die Zahnzwischenräume, einem Hauptentstehungsort für Zahnfleischerkrankungen)
  • Nehmen Sie Ihre routinemäßigen Kontrolltermine in unserer Praxis wahr. Sie dienen dazu, erste Anzeichen von Erkrankungen zu erkennen und diese früher und wirksamer behandeln zu können.
  • Eine professionelle Zahnreinigung sollten Sie häufiger durchführen lassen als Nichtraucher. Wir nennen Ihnen die für Sie empfehlenswerten Zeitabstände für Vorsorgetermine und professionelle Zahnreinigung.
  • Mithilfe der Tipps können mögliche Risiken und Schädigungen nicht gänzlich vermieden werden. Ideal wäre es, das Rauchen stark einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten.

Sie sind Raucher und möchten Ihre Mundgesundheit überprüfen lassen? Vereinbaren Sie gerne einen Termin.

 

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